"PLAYMOBIL-Spielgeschichte(n) - Stadthistorie neu inszeniert"
aus der Sammlung von Oliver Schaffer

Die Gründung Neumünsters im 12. Jahrhundert, die Entwicklung des mittelalterlichen Handwerks, die große Zeit als Tuchmacherstadt, die Bedeutung des Ortes als Verkehrsknotenpunkt in der Mitte Schleswig-Holsteins: Facetten der Neumünsteraner Stadtgeschichte können die Besucher*innen der Ausstellung „PLAYMOBIL-Spielgeschichte(n) – Stadthistorie neu inszeniert“ aus der Sammlung Oliver Schaffer geradezu spielerisch nachvollziehen. In Kooperation mit der Stadt Neumünster zeigt das Museum Tuch + Technik die Inszenierung des Hamburger Künstlers vom 18. Juni bis zum 10. Oktober 2021.

Die mit viel Liebe zum Detail aufgebauten Dioramen hinter Glas lassen die Besucher ob der Vielfalt der Figuren, Gebäude, Landschaftselemente und Einzelteile staunen, atemberaubende Spiel- und Bilderwelten schlagen eine Brücke zu den historischen Objekten im Museum Tuch + Technik. Besucher*innen aller Altersklassen werden mit PLAYMOBIL die Geschichte(n) der Stadt Neumünster neu entdecken.

Der Hamburger Künstler Oliver Schaffer verwandelt Museen in fantasievolle Spielzeug-Landschaften. Er kreiert einzigartige Ausstellungen aus tausenden PLAYMOBIL-Figuren. Er wuchs in Kiel auf, war als Kind begeisterter Zirkus-Fan und spielte natürlich auch mit PLAYMOBIL. Später zog Schaffer nach Hamburg, wo er studierte und Musicaldarsteller wurde.

Nachdem er jahrelang an den Musicaltheatern Deutschlands gastierte, zog es ihn als Casting Supervisor für AIDA Cruises zurück nach Hamburg.

Heute ist Schaffer erfolgreicher Ausstellungskünstler und PLAYMOBIL-Markenbotschafter, zeigte einen Teil seiner Sammlung 2009 im renommierten Pariser Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre und besitzt mit mehr als 300.000 Figuren und über 1.000.000 Einzelteilen die größte PLAYMOBIL-Schausammlung der Welt.

Ausstellung
18. Juni bis 10. Oktober 2021

Während der Laufzeit der Ausstellung "PLAYMOBIL-Spielgeschichte(n) - Stadthistorie neu inszeniert" aus der Sammlung Oliver Schaffer ist das Museum Tuch + Technik täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

 

Führungen
Führungen durch die Ausstellung können gebucht werden.
Dauer: circa 1 Stunde
maximal zehn Personen, medizinische Maske erforderlich, Informationen unter 04321 - 559 58 10 oder buchung@tuch-und-technik.de
Informationen und Buchung: 04321 - 559 58 0 oder buchung@tuch-und-technik.de

 

Familienführungen zur interkulturellen Woche
Ausstellungskünstler Oliver Schaffer führt durch die Ausstellung.
Samstag, 25. September 2021, 13.30 und 15 Uhr
Kosten: Erwachsene 6 Euro, Kinder frei
Anmeldung bis 20. September 2021 unter 04321 - 559 58 0 oder buchung@tuch-und-technik.de


Drei Fragen an Ausstellungskünstler Oliver Schaffer
Danke an unsere Praktikantin Sarah Kanduslki von der Elly-Heuss-Knapp-Schule Neumünster! Im Video, das sie produziert hat, beantwortet Ausstellungskünstler Oliver Schaffer ihre Fragen - und verrät, wie seine Leidenschaft für die kleinen Plastikfiguren begann.

 

 

Mitmachen und Gewinnen!
Für Kinder gibt es an der Museumskasse ein Suchspiel, mit dem sie nicht nur die Ausstellung ganz genau entdecken, sondern auch gewinnen können: Unter allen richtigen Antworten wird Anfang August, Anfang September und Mitte Oktober 2021 ein tolltes PLAYMOBIL-Set im Wert von 30 Euro verlost. Viel Glück!

Wer gerne Geschichten schreibt, ist beim Schreibwettbewerb zur Ausstellung richtig. Eine der in der Ausschreibung genannten Figuren muss eine Rolle in der Geschichte spielen - darüber hinaus sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Einsendeschluss ist der 10. Oktober 2021.

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Sommerfrische - Fotografien von Walter Erben

Sommerfrische! In diesem einen Wort stecken unzählige Begriffe, von denen jeder einzelne wieder ein vielschichtiges Spektrum an Gefühlen, Erinnerungen, Vorstellungen, Wünschen und Begebenheiten in sich tragen kann. Sand und Strand, Meeresrauschen und Windstille, Bikini und Badehose, blauer Himmel und Schäfchenwolken, dunkle Seen und Sonne satt – das sind nur einige der äußerlichen Notwendigkeiten für die Sommerfrische. Für die einen beginnt sie schon beim Kofferpacken, für die anderen mit dem Moment, in dem ein Zeh ins kühle Wasser gesteckt werden darf.

Die Fotografien, die das Museum Tuch + Technik Neumünster in der Ausstellung „Sommerfrische“ zeigt, mögen von gestern sein. Ihre Ausstrahlung ist es nicht. In den 1950er und 60er Jahren ist der frühere Pressefotograf Walter Erben in den Sommerwochen im ganzen Land unterwegs, um Urlaubsstimmung einzufangen. Zu dieser Zeit stehen Ferien im „eigenen Land“ noch im Zusammenhang mit den allgemein kargen Urlaubskassen. Die Gäste kommen aus allen Ecken des Landes, um im meerumschlungenen Schleswig-Holstein Erholung zu finden. Ein Besuch der Zeltlagergemeinschaft Neumünster in Lenste bei Grömitz gehört stets zum beruflichen Programm von Walter Erben. Schon seit 1954 wird hier Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland Ferienvergnügen geboten. Bei sommerlichen Touren gibt es für den Fotografen immer auch Abstecher zu anderen Orten an der Ostsee. Und Sommervergnügen für die Erholungssuchenden aus Neumünster lässt sich in den 1950er/60er Jahren am Einfelder See vor den Toren der Stadt fotografieren.

Die ausgestellten Schwarz-Weiß-Bilder – passende Accessoires für die rund 50 Aufnahmen sind Leihgaben aus dem Fundus der Niederdeutschen Bühne Neumünster – zeigen „Sommerfrische“ am Einfelder und an anderen Seen in Schleswig-Holstein, Strandleben an der Ostsee, Campingfreuden und Zeltlagervergnügen und schicke „Strandnixen“, denen das Spiel mit der Kamera sichtlich Spaß macht.

 

Ausstellung
2. Juli bis 3. Oktober 2021

 

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Afrikanische Textilien – Sammlung Spielmann-Hoppe
Berber, Bambara, Ewe, Yoruba, Mbuti, Bakuba – die Bevölkerung Afrikas teilt sich auf in zahlreiche ethnische Gruppen und Stämme. Eine Vielfalt, die sich auch im Kunsthandwerk widerspiegelt, zum Beispiel in den handgefertigten Textilien. In seiner Ausstellung „Afrikanische Textilien aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe“ zeigt das Museum Tuch + Technik vom 12. November 2021 bis zum 13. März 2022 ganz unterschiedliche Exponate aus verschiedenen Ländern Afrikas.

Von den Kelim-Decken und Umhängetüchern aus Marokko, den Wickeltüchern in Indigo-Färbung aus Westafrika, den Rindenbast-Geweben aus Zentralafrika bis zu den bunten Kente-Tüchern der Ewe und Ashanti aus Ghana und Nigeria: Der Rundgang durch die Ausstellung entfaltet eine beeindruckende und farbenfrohe Bandbreite der afrikanischen Textilkunst.

Die Exponate stammen aus der privaten Sammlung der Familie Spielmann-Hoppe. Der langjährige Leiter des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf und spätere Gründungsdirektor des Bucerius Kunst Forums Prof. Dr. Heinz Spielmann organisiert seit seiner Pensionierung zahlreiche hochkarätige Ausstellungen.

Spielmann und seine Familie haben auf privaten Reisen seit den 1970er Jahren ihre umfassende Sammlung afrikanischer Textilien angelegt. Ihr Ziel ist es, das Verständnis zwischen den Kulturen zu fördern und einen Beitrag zur Bewahrung ihrer Zeugnisse zu leisten.

Das Museum Tuch + Technik setzt mit dieser Ausstellung seine Reihe „Textilien dieser Welt“ fort.

Eröffnung
Donnerstag, 11. November 2021, 19 Uhr
Eintritt frei

Ausstellung
12. November 2021 bis 13. März 2022

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Die Ausstellung "Verborgene Schätze" war seit der Wiedereröffnung des Museums Tuch + Technik am 9. März bis zum 21. März 2021 zu sehen. An dieser Stelle geben wir Gelegenheit, die Exponate  virtuell noch einige Zeit länger zu betrachten.


Verborgene Schätze - Entdeckungen in den Museumsdepots

Nur ein Bruchteil der gesamten Sammlung des Museums Tuch + Technik kann in der Dauerausstellung im Gebäude am Kleinflecken gezeigt werden – der weitaus größere Teil „schlummert“ sicher verstaut in den Depots des Museums in Wasbek und der Werkhalle an der Klosterstraße. In den vergangenen Monaten hat das Museum gemeinsam mit dem Holsteinischen Courier einige besonders spannende Objekte in Zeitungsberichten vorgestellt. 

Dabei ist nicht der Eigenwert ausschlaggebend für die Auswahl, sondern der Kontext, aus dem die Objekte stammen, die Geschichte, mit der sie verbunden sind. Zu den interessanten Schätzen der Stadtgeschichte gehört zum Beispiel ein langes, grün-blaues Damenkleid aus dem Jahr 1917, das aufwändig gearbeitet ist, mit den eingenähten Falten besonders hübsch fällt. Es ist jedoch nicht aus Stoff, sondern aus Papiergewebe gefertigt – ein Spiegelbild der Not und der Rohstoffknappheit im Ersten Weltkrieg. Eine chinesische Seidenfahne gehört ebenfalls zu den Exponaten – vermutlich kam sie nach dem Boxeraufstand 1901 mit einer chinesischen Sühnegesandtschaft nach Deutschland. Das Rätsel, wie die Fahne ins Neumünsteraner Depot kam, ist noch nicht gelöst. Spannende Geschichten ranken sich auch um ein Damenbein aus Keramik, einen Wandteppich oder eine koptische Tunika aus dem 3. Jahrhundert.

Elf Exponate geben Einblick in die Sammlung des Museums „hinter den Kulissen“ – insgesamt werden in den Depots fast 15.000 Objekte aufbewahrt.